Eine angehaltene Bereinigung entscheiden
Eine Route mit dem Löschverhalten Im Zielsystem deaktivieren meldet nach einem vollständigen Lauf jeden Datensatz als Löschung, der nicht mehr zum Umfang gehört. Betrifft das auf einmal einen auffällig großen Teil des Bestands, führt Xchange die Bereinigung nicht aus, sondern hält sie an und fragt Sie. Diese Anleitung zeigt, woran Sie die Antwort festmachen.
Als durchgehendes Beispiel dient die Route Preislisten-Export Webshop mit dem Hinweis „Bereinigung angehalten – 412 von 1.038 übertragenen Datensätzen entsprechen dem Datenfilter nicht mehr.“
Was Sie brauchen
- Die Berechtigung Vorgänge – Ausführung mit Stufe Voll. Mit Lesen sehen Sie den Hinweis, aber nicht den Link darin.
- Die Möglichkeit, im Zielsystem nachzusehen. Ohne sie können Sie die beiden Zahlen nicht einordnen.
Der Halt kostet nichts: Die Automatik der Route bleibt eingeschaltet, und alles außer der Bereinigung läuft weiter. Sie können sich also Zeit nehmen.
Den Hinweis finden
Der Punkt steht orange im Handlungsbedarf; die Zeile führt auf das Detail der Route unter Ausführung. Dort steht der Hinweis ganz oben in den Betriebsinformationen, mit beiden Zahlen und der Aktion Entscheiden.

Die beiden Zahlen prüfen
Bevor Sie den Dialog öffnen, beantworten Sie eine einzige Frage: Sind diese 412 Datensätze tatsächlich aus dem Umfang gefallen – oder sieht es nur so aus?
Drei Ursachen kommen dafür in Frage, und zwei davon sind Fehlalarm:
| Ursache | Woran Sie sie erkennen |
|---|---|
| Der Bestand hat sich wirklich geändert. | Es gab einen Anlass – eine Preisliste wurde stillgelegt, eine Artikelgruppe ausgelistet. Die Zahl passt zu diesem Anlass. |
| Der Datenfilter wurde geändert. | Kurz zuvor wurde die Route bearbeitet und ein Konfigurationsstand aktiviert. Der Vergleich der beiden letzten Stände zeigt es zeilengenau. |
| Das Quellsystem hat unvollständig geantwortet. | Es gab keinen Anlass, und im Verlauf fällt der Lauf gegenüber den Tagen davor deutlich kleiner aus. |
Bereinigt die Route zum ersten Mal, ist eine große Zahl übrigens normal und kein Alarm: Die erste Bereinigung holt alles nach, was seit Beginn der Übertragung aus dem Umfang gefallen ist.
Entscheiden
Klicken Sie im Hinweis auf Entscheiden. Der Dialog nennt beide Zahlen erneut und stellt zwei Antworten zur Wahl:
Freigeben überträgt die Meldungen doch. Jeder der 412 Datensätze geht als Löschung an das Zielsystem – was dieses daraus macht, entscheidet es selbst. Wählen Sie das, wenn die Zahl zu einem echten Anlass passt.
Verwerfen hält fest, dass die Bereinigung diesmal nicht ausgeführt wird. An das Zielsystem geht nichts, der Hinweis verschwindet. Wählen Sie das bei jedem Zweifel – siehe unten, warum das die günstigere Richtung ist.
Abbrechen lässt den Hinweis stehen. Der Punkt bleibt im Handlungsbedarf, bis Sie einen der beiden Wege gehen.
Verwerfen kostet nichts. Ein angehaltener Lauf wird nie nachgeholt, sondern immer frisch berechnet: Der nächste vollständige Lauf mit Bereinigung ermittelt die Datensätze neu. Lag es am Datenfilter und Sie stellen ihn zurück, verschwindet der Hinweis von selbst, ohne dass Sie noch einmal entscheiden.
Freigeben nimmt Xchange nicht zurück. Die Meldungen sind draußen. Wieder übertragen werden diese Datensätze erst, wenn sie dem Datenfilter wieder entsprechen und ein Lauf sie erfasst – ob und wie das Zielsystem den zwischenzeitlichen Löschvermerk wieder aufhebt, liegt bei ihm.
Im Zweifel also verwerfen und die Ursache suchen. Die Bereinigung kommt beim nächsten Lauf von allein wieder.
Wie es weitergeht
Nach Verwerfen trägt die Route unter Ausführung als letzten Lauf den grauen Status Bereinigung verworfen – die Information, dass diesmal nichts hinausging, bleibt damit nachlesbar.
War der Datenfilter die Ursache, korrigieren Sie ihn im Entwurf der Route und aktivieren ihn. War es das Quellsystem, starten Sie nach dessen Reparatur einen vollständigen Lauf mit Bereinigung und sehen Sie sich die Zahlen erneut an.